Rasen düngen…

… die wohl wichtigste Pfegemaßnahme.

Einen gesunden, sattgrünen und lückenlosen Rasen ohne Moos und Unkraut bekommen Sie nicht ohne regelmäßige Düngung. Gräser zählen zu den Pflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf.

Ist der Rasen vernachlässigt macht sich das schnell bemerkbar, das Grün wird fahl und der Zuwachs lässt nach. Moos, Unkraut und Rasenkrankheiten, wie z.B. die Rotspitzigkeit nehmen stark zu. Ihr Rasen ist in dem schwachen Zustand nicht mehr konkurrenzfähig.

Verwenden sie einen Mähroboter, das zu Boden fallende Schnittgut kommt dem Wachstum des Rasens zugute. Oder mulchen Sie Ihre Rasenfläche, dann kommen sie mit weniger Dünger aus.

Welcher Dünger zu welcher Jahreszeit und wie oft muss ich meinen Rasen düngen?

Für Ihren Rasen gibt es drei wichtige Düngeperioden im Jahr:

Ein guter Indikator für die erste Düngung ist der Start der Forsythienblüte (oben dargestellt) Ende Februar–April. Denn Gräser können den Dünger erst ab ca. 8° Celsius Bodentemperatur aufnehmen, also nicht zu früh starten.
Damit sich Ihr Rasen von den Folgen des Winters schnell erholt, verwenden Sie bitte einem stickstoffbetonten (N-betonten) mineralisch–organischen Dünger, der seine Wirkung schnell entfaltet, gleichzeitig aber auch eine Langzeitwirkung durch langhaltende organische Substanzen hat.
Also prinzipiell gilt: durch die Verwendung natürlicher Rohstoffe, die alle ihre spezifische Wirkungsgeschwindigkeit haben, wird eine vielseitige und langanhaltende Wirkung aller notwendiger Nährstoffe gewährleistet. Ein weiterer Vorteil ist ein gleichmäßiges und kontinuierliches Wachstum Ihres Rasens. Da die Pflanzen gesünder und widerstandsfähiger sind und keinen Stress durch kurzfristige Wachstumsspitzen haben.

Eine zweite Düngung sollten Sie im Frühsommer (Mai-Juni) durchführen. Denn in dieser Zeit wachsen die Gräser am stärksten und brauchen eine gute Versorgung mit Nährstoffen. In dieser aktiven Wachstumsperiode benötigen Sie einen ausgeglichenen und langanhaltenden Dünger. Somit sorgt diese an die Jahreszeit angepasste Düngung für eine gute Trockenresistenz, eine dichte und tiefgrüne Rasenfläche mit geringem Unkrautbestand.

Des Weiteren sollte im Herbst (September–Oktober) Ihr Rasen die dritte und besonders wichtige Düngung erhalten. Dafür verwenden Sie bitte einen speziellen Herbst-Rasendünger, der weniger Stickstoff aber dafür mehr Kalium enthält. Dieser Nährstoff festigt Ihre Gräser und macht sie Resistent gegen Krankheiten, so dass Ihr Rasen gut über den Winter kommt.

Noch ein wichtiger Tipp zum Rasen düngen

Zum Ausbringen des Düngers empfehlen wir die Verwendung eines Düngestreuwagens. Denn dank der Dosiereinstellung können Sie so Ihren Rasen bedarfsgerecht versorgen. Bitte füllen Sie den Dünger nicht auf Ihrer Rasenfläche in den Streuer, so vermeiden Sie eine lokale Überdosierung.
Für unsere Kunden bieten wir drei verschiedene Modelle zum Ausleihen an.

Die wichtigsten Nährstoffe für Gräser

Stickstoff (N)

  • Ständiges Wachstum (Blattbildung, Bestockung, Bestand)
  • Grünfärbung (Chlorophyllbildung)
  • Regenerationswachstum
  • Aufbau von Zellen (Baustein für Eiweißbildung und Phytohormonen)

Phosphor(P)

  • Wurzelwachstum
  • Steuerung von Wachstumsprozeßen
  • Regulation des Energiehaushaltes

Kalium (K)

  • Festigung des Gewebes (Stärkung gegen Krankheiten)
  • Reservestoffeinlagerung (Winter)
  • Regulierung des Wasserhaushaltes (Stärkung gegen Trockenheit)
  • mechanische Widerstandskraft

Magnesium(Mg)

Im Chlorophyll-Molekül ist ein Magnesium-Atom in zentraler Stellung enthalten, das bedeutet bei Magnesiummangel werden die Pflanzen „chlorotisch“.

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